Frauen erhalten im Schnitt nur etwa halb so viel Rente wie Männer. Hier erfahren Sie, was die Gründe dafür sind und wie Frauen gegensteuern können.

Die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen: Frauen erhalten deutlich weniger Rente als Männer. Blicken wir auf Niedersachsen: Im Jahr 2015 betrug die durchschnittliche gesetzliche Rente von Frauen in unserem Bundesland 575 Euro pro Monat, Männer erhielten im Schnitt 1.105 Euro. Das macht klar: Wer seinen gewohnten Lebensstandard im Alter halten will, muss etwas tun – und Frauen haben hier den größten Nachholbedarf.

Ein wichtiger Faktor, der die Höhe der Rente maßgeblich bestimmt, sind die im Laufe eines Berufslebens eingezahlten Versicherungsbeiträge. Diese sind abhängig von der Einkommenshöhe und den Beitragsjahren. Wer längere Zeit nur wenig verdient oder nicht durchgängig einer Beschäftigung nachgeht, kann im Alter nur eine geringe gesetzliche Rente erwarten. Das ist die Logik des deutschen Rentensystems.

Warum Frauen weniger Rente erhalten

Ein Blick ins Geschäftsgebiet der Sparda-Bank Hannover: So viel Rente gibt's für Frauen und Männer in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen (Ostwestfalen-Lippe). Quelle: Rentenreports der Länder

Ein Blick ins Geschäftsgebiet der Sparda-Bank Hannover: So viel Rente gibt’s für Frauen und Männer in Niedersachsen, Bremen und Ostwestfalen-Lippe (Nordrhein-Westfalen). Quelle: Rentenreports der Länder

Bei den Berufsjahren liegen Frauen deutlich hinten. Vor dem Renteneintritt sind sie durchschnittlich nur 26 Jahre berufstätig, Männer hingegen fast 40 Jahre. Ein wichtiger Grund dafür ist biologisch bedingt: die Babypause. Auch wenn sich inzwischen viele Väter mit Elternzeit und Flexibilität einbringen, übernehmen doch meistens die Mütter den größeren Teil der Kinderbetreuung. Ähnlich verhält es sich beim Thema Pflege. Kommt es in der Familie zu Pflegefällen, kümmern sich überwiegend die Frauen um die Betreuung der Angehörigen. Dadurch bleiben sie länger zu Hause und arbeiten häufiger in Teilzeitjobs. Hinzu kommt: Nach wie vor erhalten Frauen häufig für die gleiche Arbeit weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.

So früh wie möglich mit der Vorsorge beginnen

Frauen zahlen in der Regel weniger in die gesetzliche Rentenkasse ein und bekommen dann im Alter auch deutlich weniger heraus. Stichwort Alter: Statistisch betrachtet leben Frauen  länger als Männer und sind somit nach dem Berufsleben auch für einen längeren Zeitraum auf Rentenzahlungen angewiesen. Deshalb ist es für Frauen so wichtig, das Thema Altersvorsorge früh anzugehen – und sei es auch nur mit kleinen monatlichen Beträgen, die zum Beispiel in einen Fondssparplan des Sparda-Bank-Partners Union Investment eingezahlt werden. Ein guter Tipp kann auch die SpardaFlexiRente sein. Dabei handelt es sich um eine private Zusatzvorsorge in Kooperation mit unserem Versicherungspartner DEVK. Dabei wird der klassische Rentenversicherungsgedanke mit einem flexiblen Fondsanlagekonzept verbunden.

Mehr Vorteile bei der Riester-Rente seit Januar 2018

Die Riester-Rente wird vom Staat stärker gefördert. Die Grundzulage pro Person kann von bisher 154 Euro auf 175 Euro steigen. Außerdem gibt es zukünftig Verbesserungen für Versicherte mit einer Riester-Rente, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind. Bisher wurde die private Rente bei der Sozialleistung angerechnet. Künftig bleiben die ersten 100 Euro der monatlichen privaten Rentenauszahlung anrechnungsfrei. Der verbleibende Betrag wird zu 70 Prozent bei der Berechnung der Grundsicherung berücksichtigt. Der Freibetrag kann sich demzufolge auf bis zu 202 Euro erhöhen. Nähere Informationen gibt es hier. Und noch ein Tipp: Die Deutsche Rentenversicherung führt für jeden Versicherten ein Versicherungskonto. Sie können jederzeit Auskunft über Ihre aktuell erreichten gesetzlichen Rentenansprüche erhalten. Achten Sie darauf, dass Ihre Beitragszeiten von der Rentenversicherung vollständig erfasst wurden. Auch beitragsfreie Zeiten können angerechnet werden. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung Bund und unter dem Punkt „Kontenklärung“.

Faire Beratung zahlt sich am Ende aus

Die Sparda-Bank Hannover bietet zudem eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten rund um die Altersvorsorge an. Und die sind natürlich nicht nur für Frauen interessant! Um herauszufinden, welche am besten passt, sollte in einem Beratungstermin zunächst der individuelle Bedarf ermittelt werden. Dabei geht es um den Umfang der jeweiligen Versorgungslücke und eine klare Vorstellung davon, welcher Lebensstandard im Alter aufrechterhalten werden soll. Wichtig: Auch wenn Sie sich bereits für eine Altersabsicherung entschieden haben, sollten Sie diese regelmäßig mit Ihrem persönlichen Berater überprüfen. Lebenssituationen verändern sich und das geht in der Regel auch an der eigenen Zukunftsvorsorge nicht spurlos vorbei.

Sie möchten mehr Informationen über das ­Angebot einer privaten Altersvorsorge von der Sparda-Bank Hannover? Dann vereinbaren Sie am besten gleich einen Beratungstermin unter 0511 3018-0 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) oder nutzen Sie unser Online-Formular!

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