Fünfziger, Fuffziger, Fuffi – der häufigste Euro-Schein hat viele Kosenamen. Fünfer, Zehner und Zwanziger bekamen bereits eine zweite Edition aus der Europa-Serie. Jetzt ist der Fünfziger dran: Anfang April kommt ein neues Design in Umlauf!

Mehr Sicherheit für weniger falsche Fuffziger

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Abbildung der Europa im Portrait-Fenster | © Europäische Zentralbank

Die neue Banknote soll noch fälschungssicherer sein, denn gerade der 50-Euro-Schein wird am häufigsten gefälscht. Wie bei den anderen Scheinen der Europa-Serie gibt es unter anderem ein Portraitfenster, das beim Kippen des Scheins die Mythengestalt Europa vor durchsichtigem Hintergrund preisgibt. Mit der Methode „Fühlen-Sehen-Kippen“ können Sie die Scheine der Europa-Serie auf Echtheit prüfen – das geht so:

  • Fühlen Sie das feste Banknotenpapier. An vier Stellen gibt es deutlich spürbare Reliefs.
  • Betrachten Sie den Schein gegen das Licht, werden Portraitfenster und Wasserzeichen sowie Sicherheitsfaden sichtbar.
  • Kippen Sie den Schein, wandert ein Lichtstreifen auf der Smaragdzahl auf und ab und die Mythengestalt Europa erscheint vor einem durchsichtigen Hintergrund.

Auf der offiziellen Website der Europäischen Zentralbank für Banknoten können Sie sich alle Details der Euro-Scheine ansehen und darüber hinaus auch einen interaktiven Direktvergleich anstellen.

Voraussichtlich reibungslose Einführung

Bei der Einführung des Fünf-Euro-Scheins der Europa-Serie kam es zu diversen Problemen, zum Beispiel erkannten viele Automaten die neuen Scheine nicht, da die Software der Geräte nicht rechtzeitig angepasst werden konnte. Laut Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele rechnet man damit, dass alle Geräte bis zur Einführung des neuen Fünfzigers umgestellt sein werden.

Stellenwert des Fünfzigers

Bundesbank-Vorstand Thiele erklärte:“Der Fünfziger ist das Schwergewicht des Euro-Bargeldes und deswegen von besonderer Bedeutung“. Rein zahlenmäßig macht der „Fuffi“ mit ca. 46 Prozent fast die Hälfte aller Euro-Scheine aus. Insgesamt sind 20,2 Milliarden Euro-Scheine im Umlauf. Gemessen am Wert kommt der Fünfziger mit ca. 462 Milliarden Euro auf rund 41 Prozent (Stand Ende 2016). Diese hohen Anteile machen ihn zum Rückgrat der Euro-Banknoten-Familie.

Wer ist Europa?

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Europa und der Stier, Fresko aus Pompeji, 1. Jahrhundert etwa zur Zeit Ovids | Quelle: Wikipedia

Europa, (…) eine Gestalt der griechischen Mythologie, ist die Tochter des phönizischen Königs Agenor und der Telephassa. Zeus verliebte sich in sie. Er verwandelte sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote Hermes trieb eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon spielenden Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte. Er schwamm mit ihr nach Matala auf der Insel Kreta, wo er sich zurückverwandelte. Der Verbindung mit dem Gott entsprangen drei Kinder: Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Auf Grund einer Verheißung der Aphrodite wurde der fremde Erdteil nach Europa benannt. Die ältesten entdeckten Vasenmalereien, welche eindeutig Europa abbilden, stammen bereits aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. Spätere bildliche Darstellungen zeigen Europa meist, Ovids Beschreibung folgend, wie sie vom Zeus-Stier entführt wird. Sie ist meist nur leicht bekleidet oder ganz nackt, sitzt rittlings (in älteren Darstellungen), seitwärts oder halb-liegend (in jüngeren Darstellungen) auf dem Rücken des weißen Stieres, hält sich an ihm fest und zeigt dabei keine Zeichen von Furcht. –Auszug aus der Wikipedia

Bildquelle Beitragsbild: © Europäische Zentralbank