Schon mit wenig Aufwand lässt sich der Verbrauch von Öl, Gas & Co. senken. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Hier kommen 7 Tipps für Energiesparer und Klimaschützer.

Läuft bei Ihnen zu Hause die Heizung schon auf Hochtouren? Die Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März gilt als offizielle Heizsaison. Wer es gerne so richtig warm hat, merkt das meist auch an seiner Heizkostenabrechnung: Gut 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in deutschen Haushalten gehen auf das Konto der Heizung. Die Heizkostenspanne für eine durchschnittliche, 70 Quadratmeter große Wohnung lag im Abrechnungsjahr 2017 zwischen 550 und 1.180 Euro. Das ergab der Heizspiegel für Deutschland.

Beim Heizen geht es aber nicht nur ums Geld – es geht auch um unsere Umwelt. Öl beispielsweise ist zum einen eine sehr effiziente Art zu heizen, weil es nahezu rückstandslos verbrennt. Andererseits zählt es zu den fossilen Brennträgern. Diese Ressource steht uns nicht endlos zur Verfügung. Zudem belastet der hohe CO2-Ausstoß die Umwelt. Fernwärme weist dagegen eine bessere CO2-Bilanz auf, aber bei ihrer Bereitstellung geht viel Energie verloren.

7 Tipps zum umwelt- und kostenbewussten Heizen

Letztlich hat jede Art zu heizen ihre Vor- und Nachteile. Doch für ein gesundes Wohnklima in der kalten Jahreszeit geht es nicht komplett ohne Extrawärme. Deshalb haben wir 7 Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie den Verbrauch von Öl, Gas & Co. möglichst gering halten.

Tipp 1: Verbrauch einordnen

Vorab stellt sich die Frage: Was ist überhaupt ein hoher bzw. niedriger Verbrauch? Mit dem Heiz-Check der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online können Sie innerhalb weniger Minuten ermitteln und einordnen, wo Sie mit Ihrem Verbrauch stehen.

Tipp 2: Richtige Raumtemperatur finden

Im Wohnbereich reichen meist 20 bis 22 Grad, in der Küche rund 18 Grad und im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad. Viel weniger sollte es nicht sein: Jedes Grad darunter erhöht das Schimmelrisiko – besonders bei zu viel Feuchtigkeit durch falsches Lüftungsverhalten (siehe Tipp 3). In Wohn- und Arbeitsräumen können Sie die Temperatur nachts um ein paar Grad senken. Mehr sollte es aber nicht sein, da sonst am nächsten Tag das Wiederaufheizen zu viel Energie kostet.

Tipp 3: Regelmäßig lüften

Atmen, Duschen, Kochen, Waschen – ein 4-Personen-Haushalt gibt täglich rund 12 Liter Feuchtigkeit an die Luft ab. Frische Luft verringert diese Feuchtigkeit und sorgt für eine angenehme Luftqualität: Schadstoffe raus, Sauerstoff rein! Deshalb ist es wichtig, mehrmals täglich zu lüften – am besten fünf Minuten stoßlüften.

Tipp 4: Thermostate tauschen

Je genauer ein Thermostatventil die Temperatur hält, desto effizienter können Sie heizen. Programmierbare Regler mit Steuerungs-App fürs Smartphone sind kein bloßer technischer Schnickschnack: Mit ihnen lassen sich gut 10 Prozent Energie sparen. ­­Solche Thermostate gibt es zum Beispiel im Elektrofachgeschäft. Sie passen in der Regel für die Ventile aller gängigen Hersteller und lassen sich ohne spezielles Werkzeug montieren.

Tipp 5: Fenster und Türen prüfen

Wenn Fenster und Türen nicht richtig dicht sind, kommt ständig kühle Luft rein. Die Folge: Man heizt und heizt und heizt – im Wortsinn aus dem Fenster raus. Ein Dichtungsband aus Schaumstoff oder Gummi am Rahmen kann helfen. Manchmal zieht kalte Luft auch durch den unteren Türspalt – eine Türdichtschiene schafft Abhilfe. Die zumeist selbstklebenden Schienen eignen sich auch für glatte Böden und sind in Baumärkten erhältlich.

Tipp 6: Rollläden schließen

Geschlossene Rollläden können nachts Wärmeverluste durchs Fenster um etwa 20 Prozent verringern. Wer keine Rollläden hat: Geschlossene Vorhänge aus festen Stoffen sind eine Alternative – allerdings nicht so effektiv. Und: Achten Sie darauf, die Heizkörper nicht zuzuhängen oder auch Möbel direkt davorzustellen, damit die Wärme ungehindert in den Raum strömen kann.

Tipp 7: Heizkörper entlüften

Checken Sie jeden Heizkörper: Möglicherweise hat sich darin über die Zeit Luft angesammelt. Wenn ein Heizkörper gluckert oder trotz aufgedrehten Thermostatventils nicht mehr richtig warm wird, ist eine Entlüftung nötig. Hier finden Sie eine Anleitung zur Heizkörperentlüftung.

Extra-Tipp für Immobilienbesitzer

Immobilienbesitzer haben weitere Möglichkeiten, ihre Heizkosten zu senken. Das sind aber meist größere Maßnahmen wie ein Austausch der Heizungsanlage oder eine Fassadendämmung. Mit dem SpardaPlanModernisieren greifen wir Ihnen bei der Realisierung finanziell unter die Arme. Unsere Berater erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot. Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin.

Beitragsbild: iStock | Urheber: Evgen_Prozhyrko; Grafik: HMC (Motive: iStock | Urheber: Ankudi)