Eine Patientenverfügung bietet die Möglichkeit, medizinische Behandlungswünsche im Vorhinein festzulegen, sollte man selbst eines Tages dazu nicht mehr in der Lage sein. Wie Sie dieses wichtige Thema am besten angehen können und warum auch Jochen Ramakers, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hannover, die Erstellung einer Patientenverfügung empfiehlt, lesen Sie in diesem Blogpost.

Nur jeder vierte Bundesbürger besitzt eine Patientenverfügung. Dabei lehnt die Mehrheit der Deutschen eine hoch technisierte Medizin am Ende des Lebens ab – dies muss aber im Fall der Fälle in eindeutiger und rechtsgültiger Form schriftlich fixiert sein.

Warum das so wichtig ist, erklärt Jochen Ramakers, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hannover: „Es gab einen Vorfall im Bekanntenkreis – da ist mir das Thema sehr bewusst geworden. Der Betreffende hatte keine Patientenverfügung. Das war eine äußerst schwierige Situation für die Familie, weil sie nicht wusste, wie sie in seinem Sinne eine Entscheidung treffen sollte.“

Das Thema Patientenverfügung nicht länger aufschieben

Eine Patientenverfügung sollte möglichst früh verfasst werden. Zum einen, um für sich selbst entscheiden zu können, zum anderen, um die eigene Familie vor einer solchen Last zu schützen: Verbände, Institutionen und Ärzte raten seit Jahren dazu, eine Patientenverfügung zu verfassen. Jochen Ramakers, der selbst über eine Patientenverfügung verfügt, pflichtet dieser Ansicht nur bei: „Keiner sollte das Thema aufschieben. Jeder sollte eine Patientenverfügung verfassen. Denn man kann sehr schnell in eine Situation geraten, in der man nicht mehr selbst entscheiden kann.“

Was gehört in eine Patientenverfügung?

Laut Bundesgerichtshof muss eine Patientenverfügung konkret auf einzelne medizinische Behandlungen sowie bestimmte Krankheiten eingehen. In der Patientenverfügung muss zum Beispiel bei einem schweren Schlaganfall mit absehbarer Pflegebedürftigkeit genau stehen, dass auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtet werden soll. Weitere Aspekte sind unter anderem, ob etwa eine künstliche Beatmung erfolgen soll und ob eine Organspende infrage kommt.

Beim Erstellen einer Patientenverfügung ist es vorab ratsam, eine ärztliche Beratung miteinzubeziehen. Lassen Sie sich die ärztlichen Maßnahmen, in die Sie einwilligen wollen oder die Sie lieber untersagen, genauestens beschreiben. Damit kein Zweifel an der Richtigkeit des Dokuments aufkommt, sollte bei Unsicherheiten ein Rechtsanwalt oder Notar zurate gezogen werden.

Jetzt bestellen: Informationsbroschüre „Alles geregelt?“

Um das Thema Patientenverfügung anzugehen, bietet auch die Informationsbroschüre „Alles geregelt?“ von der Sparda-Bank Hannover, der HAZ und der NP eine gute Hilfestellung. Darin sind diverse Formularmuster enthalten, die dabei helfen, nötige Vorkehrungen zu treffen und sie Ihren Angehörigen zugänglich zu machen.

Sie können die Broschüre ab 9 Euro* ganz einfach auf zwei Wegen bestellen – telefonisch über die Rufnummer 0800 1518518 oder online über den Shop der HAZ oder bei der NP.

* Vorzugspreis für Abonnenten von HAZ, NP und Kunden der Sparda-Bank Hannover. Regulär kostet die Broschüre 10 Euro. Bei Bestellung per Telefon oder im Internet kann der Vorzugspreis aus systemtechnischen Gründen nur Inhabern der AboPlus-Karte gewährt werden.

Beitragsbild: iStock | Urheber: humonia