Je mehr digitale Dienste wir nutzen, desto mehr Passwörter sammeln sich an. Wie soll man sich die bloß alle merken und was ist eigentlich ein sicheres Passwort? Wir haben ein paar nützliche Tipps zusammengestellt.

Beim Thema Passwort gehen viele Online-Nutzer pragmatisch vor: So hat der durchschnittliche Nutzer 26 passwortgeschützte Accounts, aber nur fünf unterschiedliche Passwörter. Das ist gefährlich: Für Hacker ist es ein Leichtes, über schwache Passwörter Zugriff auf persönliche Daten zu bekommen.

„Hallo“, „1234“, „Schatz“ oder „passwort“ gehören in Deutschland zu den beliebtesten Passwörtern – und zu den schwächsten. Das US-Sicherheitsunternehmen Splashdata veröffentlicht regelmäßig eine Liste mit den unsichersten Passwörtern.

Worauf Sie achten sollten

Einen hundertprozentigen Schutz vor Hackern gibt es zwar nicht. Aber wenn Sie diese Tipps beachten, sinkt das Risiko deutlich:

  • Verwenden Sie keine ganzen Wörter. Das Passwort sollte in keinem Lexikon oder Verzeichnis vorkommen.
  • Stattdessen eignen sich Kombinationen aus kleinen und großen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Eine scheinbar zusammenhangslose Zeichenfolge – etwa „IwdJiS34Ja!“ – gilt als sehr sicher.
  • Grundsätzlich gilt: Je länger, desto besser. Das Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
  • Passwörter sollten keinen direkt erkennbaren persönlichen Bezug haben.
  • Speichern Sie Passwörter nicht unverschlüsselt auf der Festplatte. Notieren Sie auch keine Passwörter auf Zetteln, die dann auf dem Schreibtisch liegen.
  • Voreingestellte Passwörter sollten Sie schnellstmöglich ändern.
  • Experten raten, das Passwort im Schnitt alle sechs Monate zu wechseln.

Wie man sich „IwdJiS34Ja!“ merken kann

Klar, kryptische Zeichenfolgen bleiben nicht so leicht im Gedächtnis. Aber Sie können Sätze bilden und eine Zeichenfolge daraus ableiten. So wird zum Beispiel aus „Ich werde dieses Jahr im Sommer 34 Jahre alt!“ das Passwort „IwdJiS34Ja!“ Dieses Passwort können Sie für mehrere Dienste nutzen, indem Sie passende Buchstaben ergänzen. Zum Beispiel könnte das Passwort für das E-Mail-Programm „E-MIwdJiS34Ja!“ lauten und für Facebook „FBIwdJiS34Ja!“.

Oder Sie nutzen Programme zur Kennwortverwaltung wie etwa die kostenlose Anwendung Keepass. Hier können alle verwendeten Passwörter hinterlegt werden und mit einem Masterkennwort gesichert werden.

Wie sicher ist Ihr Passwort?

Hier können Sie ganz einfach prüfen, wie sicher Ihr Passwort ist. Wichtig: Betrachten Sie das Ergebnis aber nur als Orientierung. Noch mehr Tipps für sicheres Surfen finden Sie auf unserer Website. Dort erfahren Sie auch, mit welcher modernen Technik wir unser Online-Banking vor falschen Zugriffen schützen und auf welche Schutzmechanismen sich unsere Kunden verlassen können.

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