Kurierdienste mit Lastenrad sind derzeit im Trend. Sie punkten durch Zeitersparnis, den Wegfall von Treibstoffkosten und Betriebskosten. Sowohl ökonomisch als auch ökologisch zahlt sich die Rückbesinnung auf das Fahrrad oft aus. Das Göttinger Cargobike-Projekt punktet dazu noch mit Gemeinnützigkeit. Und das in gleich zweifacher Hinsicht.

Cargobikes bringen Kurierdienst ins Rollen

In diesem Jahr wurde das Beschäftigungsprojekt „Neue Laster“ der Neue Wege Neue Chancen gGmbH am Standort Göttingen ins Leben gerufen. Das Besondere daran ist, dass es sowohl bezüglich der in dem Projekt Beschäftigten als auch im Hinblick auf die Adressaten des Angebots gemeinnützigen Zwecken dient.

Beschäftigt werden in dem Projekt 15 langzeitarbeitslose Menschen mit regelmäßigen Arbeitsgelegenheiten von 15 oder 30 Wochenstunden. Es gibt eine Warteliste an Interessenten, die Krankenquote ist sehr gering, Abbrüche gibt es faktisch keine – die Mitarbeiter sind motiviert bei der Arbeit. Sogar die Wartung und Reparatur der Cargobikes konnte in fast allen Fällen von den Beschäftigten des Projekts ausgeführt werden.

Essen auf (Fahr)Rädern

Dass die Cargobikes mittlerweile mehr als ausgebucht sind, liegt vor allem an einer Kooperation mit der Göttinger Tafel. Für diese mildtätige Lebensmittelversorgung bedürftiger Menschen werden von Geschäften in der Göttinger Innenstadt Lebensmittelspenden abgeholt und zur Niederlassung der Göttinger Tafel gebracht.

Alles in allem also ein voller Erfolg und ein Beitrag zur Verbesserung der Eingliederung langzeitarbeitsloser Menschen. Das Projekt soll weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover unterstützte das Projekt mit 20.000 EUR für die Anschaffung von zwei neuen Cargobikes.

Erfahren Sie mehr über das Projekt „Neue Laster“ unter nwnc.de/neue-laster und im Video:

Bildquelle Beitragsbild: Sven Keding, Neue Wege Neue Chancen gGmbH