Gerade in der Weihnachtszeit buhlen viele Organisationen und Vereine um Spenden. Doch längst nicht alle Angebote sind seriös. Wir geben Tipps, worauf man achten sollte.

5,1 Milliarden Euro – so viel Geld haben die Deutschen im Jahr 2019 gespendet. Das zeigt die „Bilanz des Helfens 2020“. Die Befragung zeigt allerdings auch: Immer weniger Menschen spenden. Im letzten Jahr gaben rund 19,5 Millionen Menschen Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen – 1 Million weniger als im Vorjahr.

Gute Gründe fürs Spenden

Viele Menschen sind skeptisch: Kann meine Spende überhaupt etwas bewirken? Können kleine Beträge ernsthafte Hilfe leisten? Die klare Antwort: Ja! Für 35 Euro etwa können 100 Dosen Masernimpfstoff angeschafft werden und für 126 Euro sieben Kühlboxen, mit denen sich Impfstoffe auch an entlegene Orte bringen lassen. Weitere Beispiele und Informationen finden Sie zum Beispiel bei UNICEF Deutschland.

Hilfreiche Tipps für Spender

Sie möchten spenden und Gutes tun? Im Folgenden haben wir fünf wertvolle Tipps für Sie. Denn bei aller guten Absicht – eine Spende soll am Ende ja auch wirklich dort ankommen, wo sie ankommen soll.

#1 Weniger ist mehr: Fokussieren Sie sich auf wenige Organisationen und spenden Sie ganz gezielt. So können Sie sich intensiver mit den einzelnen Vereinen, Institutionen und Co befassen.

#2 Auf das DZI-Spendensiegel achten: Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) veröffentlicht eine Liste mit seriösen und unseriösen Organisationen – einschließlich ausdrücklicher Warnungen.

#3 Nicht unter Druck setzen lassen: Nehmen Sie sich für Ihre Entscheidung Zeit. Lassen Sie sich nicht leiten von stark emotionalen und grausamen Bildern – hinter solchen Mitteln stehen oftmals weniger seriöse Angebote.

#4 Geldspenden bieten mehr Flexibilität: Geldspenden bieten mehr Handlungsspielraum als Sachspenden. Vieles lässt sich vor Ort zielgerichteter kaufen, zudem kann so die Wirtschaft vor Ort angekurbelt werden. Ebenfalls gut: Transportwege entfallen.

#5 Fragen stellen: Gegenüber Spendensammlern in der Fußgängerzone oder an der Haustür sollte man vorsichtig sein. Lassen Sie sich in solchen Fällen immer den Personal- und Sammlerausweis zeigen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Spendenbüchse versiegelt ist.

Das DZI hat eine Checkliste für sicheres Spenden zusammengetragen.

Geldspenden können von der Steuer abgesetzt werden

Und noch ein Tipp: Spenden an gemeinnützige Organisationen können bis zu einem Anteil von 20 Prozent der Einkünfte des Spenders als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Bitte beachten Sie: Diese Information vermittelt einen allgemeinen Überblick. Bei individuellen Fragen zum Steuerabzug wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater. Diese Information ersetzt keine steuerliche Beratung.

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