Ob am Kiosk oder im Supermarkt – in Deutschland zahlen viele Menschen gern mit Münzen und Scheinen. Aber auch Betrüger haben eine Vorliebe für Bargeld: 39.700 falsche Eurobanknoten im Nennwert von 2,2 Millionen Euro registrierte die Deutsche Bundesbank im ersten Halbjahr 2017. Die gute Nachricht: Experten gehen für die kommende Zeit von einem Rückgang der Blüten aus.

Anfang April wurde der neue 50-Euro-Schein der Europaserie eingeführt. Der Vorteil gegenüber seinem Vorgänger: ein verbesserter Fälschungsschutz. Mit einem Anteil von 63 Prozent wurden 50-Euro-Banknoten in Deutschland nämlich besonders häufig imitiert. Das dürfte sich mit der verstärkten Verteilung der neuen Banknoten bald ändern, so die Einschätzung von Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

Sollten Sie in Ihrem Portemonnaie dennoch einen verdächtigen Schein entdecken, vergleichen Sie ihn am besten mit einer zweifelsfrei echten Banknote aus einem Geldautomaten. Orientierung bietet dabei das „Fühlen-Sehen-Kippen“-Prinzip:

Fühlen

Echte Eurobanknoten bestehen aus Baumwolle und fühlen sich fester an als Papier. Achten Sie auch auf die erhabenen Teile des Druckbildes: Bei den älteren Scheinen heben sich die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank (BCE, ECB, EZB, EKT, EKP) von der Oberfläche ab. Bei der neuen Europaserie sind zusätzlich die Linien am rechten und linken Rand erhaben.

Sehen

Halten Sie den Schein gegen das Licht und schauen Sie genau hin: Bei einer echten Banknote sehen Sie das Wasserzeichen im unbedruckten Bereich als Schattenbild. Im oberen Teil des Hologramm-Streifens lässt sich bei der neuen Serie außerdem ein transparentes Fenster mit dem Portrait der Europa erkennen (ab 20-Euro-Scheinen).

Kippen

Bei echten Banknoten verändern sich die Hologramm-Elemente, wenn Sie den Schein vor- und zurückkippen. Außerdem haben die Scheine der neuen Serie auf der Vorderseite links eine Smaragdzahl: Beim Kippen verändert sich deren Farbe und ein heller Balken wandert auf und ab. Möchten Sie einen 50-Euro-Schein der ersten Serie prüfen, können Sie die Wertzahl auf dessen Rückseite inspizieren: Beim Kippen wechselt die Farbe von rot nach grün.

Wenn Sie dennoch Zweifel an der Echtheit eines Scheins haben, leiten Sie ihn an die Deutsche Bundesbank weiter!

Falschgeld im Portemonnaie – was nun?

Haben Sie eine Blüte entdeckt, informieren Sie unbedingt die Polizei! Wer nämlich Falschgeld in Umlauf bringt, macht sich strafbar.

Weitere Informationen bieten die Webseiten der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank.

Bildquelle Beitragsbild: iStock | Urheber: GrigoriosMoraitis