Viele Menschen haben sich während der Corona-Zeit ein Haustier angeschafft. Nun steht mit dem Sommer die Urlaubszeit vor der Tür. Wohin jetzt mit Hund und Katze? In unserem Blogpost geben wir Tipps.

In fast jedem zweiten der gut 40 Millionen Haushalte in Deutschland lebt ein Tier. 34,9 Millionen Haustiere zählte der Industrieverband Heimtierbedarf im Jahr 2020 – knapp eine Million mehr als im Vorjahr.

Dieser Zuwachs bereitet vielen Tierheimen und -experten Sorge. Tiere sind Begleiter für viele, viele Jahre – nicht nur für ein paar Lockdowns. Wenn die Corona-Regeln weiter gelockert werden und die Menschen wieder vermehrt unterwegs und auf Reisen sind, fürchten viele, dass die Tiere wieder abgegeben werden.

Urlaub planen für Mensch – und Tier

Die Entscheidung für einen tierischen Mitbewohner sollte daher immer gut überdacht werden. Dazu gehört auch, sich Gedanken in Sachen Urlaub zu machen. Denn klar: Auch Tierbesitzer wollen mal in den Urlaub fahren – und dagegen spricht auch grundsätzlich nichts. Es muss nur geplant werden.

Mit dem Hund in den Urlaub

Hunde sind recht flexibel und können mit auf Reisen gehen. Informieren Sie sich vorab im Hotel, im Ferienhaus oder auf dem Campingplatz, ob Tiere willkommen sind. Wenn Sie mit dem Auto fahren, denken Sie daran, ausreichend Pausen einzulegen und dem Tier genug Wasser zu geben. Infos zur Hundemitnahme in Zügen finden Sie hier. Flugreisen sollten Sie vermeiden: Flüge im Frachtraum sind purer Stress für die Tiere.

3 Tipps, wenn das Tier zu Hause bleibt

Andere Tiere wie Katzen oder Kaninchen bleiben lieber zu Hause – und wie oben beschrieben können auch Hunde nicht immer mit auf Reisen gehen. Daher haben wir drei Tipps zur Versorgung bzw. Unterbringung Ihrer Vierbeiner zusammengestellt.

#1 Familie, Freunde, Nachbarn fragen

Diese Lösung liegt auf der Hand. Denken Sie daran, Familie und Co frühzeitig anzusprechen. Falls sich Betreuer und Tier noch nicht kennen, geben Sie beiden vorab die Möglichkeit, sich kennenzulernen. Nehmen Sie sich zudem Zeit, die Futterzeiten und -gewohnheiten genau zu erklären – und denken Sie auch daran, dass während Ihrer Abwesenheit genug Futter vorrätig ist. So machen Sie es Ihren Helfern so einfach wie möglich.

#2 Tiersitter suchen

Im Internet gibt es viele Seiten, die Tiersitter vermitteln. Unter https://www.tierbetreuung.de/ zum Beispiel können Sie nach Tierarten und Bundesland wählen und Betreuer finden. Zwei Tipps aus der analogen Welt: Achten Sie auf Aushänge in Tierarztpraxen oder fragen Sie beim örtlichen Tierheim nach. Gerade in der Ferienzeit wollen sich Schüler etwas dazuverdienen und Mitarbeitende in Tierheimen kennen oft tierliebe Personen in der Umgebung. Die Kosten für einen Tiersitter können stark variieren – hier spielen Aspekte wie Anfahrtsweg, Dauer, Aufwand und mögliche Zusatzarbeiten vor Ort wie Blumengießen eine Rolle. Am besten legen Sie alle Details und Preise vorher genau fest.

#3 Tierpension buchen

Eine Tierpension ist meist die kostspieligste Option. Hier sollten Sie sich gut informieren und die Pension vorher unbedingt persönlich besichtigen, um sicherzugehen, dass es Ihrem tierischen Liebling dort gut geht. Das A und O ist natürlich die Sauberkeit. Wichtig ist jedoch auch, dass nur geimpfte Tiere aufgenommen werden. Weitere Tipps zur Beurteilung finden Sie beim Deutschen Tierschutzbund.

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