Das ist kein Geheimnis: Bargeld ist hierzulande das beliebteste Zahlungsmittel. Gerade bei jüngeren Leuten gewinnen aber auch digitale Bezahlverfahren stetig an Bedeutung. Welche das sind und wo sie zum Einsatz kommen, erfahren Sie hier.

Ein Blick in die Geldbörse – rein statistisch, versteht sich: Im Durchschnitt haben wir Deutsche circa 107 Euro Bargeld dabei: etwa 101 Euro in Scheinen und 6 Euro als Münzen. Das zeigt die aktuelle Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland“. Die Bundesbank befragt seit 2008 alle drei Jahre Bürgerinnen und Bürger nach ihren Zahlungsgewohnheiten und ihren Einstellungen zu verschiedenen Verfahren. Mit den 2017 erhobenen Daten liegen nun erstmals vergleichbare Ergebnisse über einen Zeitraum von fast zehn Jahren vor. So lassen sich Trends erkennen.

Bargeld am häufigsten genutzt

Bargeld bleibt das am meisten verbreitete Zahlungsmittel: 74 Prozent der Transaktionen wurden im vergangenen Jahr mit Scheinen und Münzen getätigt. Eine bessere Ausgabenkontrolle und Anonymität – das sind für viele wichtige Argumente, um in bar zu bezahlen. Die Mehrheit der Befragten will auch in Zukunft nicht auf Bargeld verzichten und lehnt dessen Abschaffung oder Einschränkung ab.

Neue Verfahren immer beliebter

Diese wie auch andere Studien belegen allerdings: Alternative Zahlungsmittel wie kontaktlose Karten, Internet- und mobile Verfahren sind schwer im Kommen – vor allem bei jungen Verbrauchern. Ein Beispiel: 24 Prozent der 18- bis 24-Jährigen möchten unkompliziert mit dem Smartphone Geld an Freunde und Bekannte senden können.

 

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Zahlungsort spielt eine Rolle

Was wie bezahlt wird, hängt für viele Menschen auch vom Zahlungsort ab. Die Bundesbank-Studie ergab zum Beispiel, dass mehr als 60 Prozent der Befragten ihre täglichen Einkäufe in bar begleichen. Das gilt auch für Essen und Trinken außer Haus (inkl. Lieferdiensten), Freizeitaktivitäten und Einkäufe in der Apotheke.

An der Tankstelle etwa bezahlen Verbraucher am häufigsten mit der Debitkarte (BankCard), Unterkünfte bzw. Übernachtungen bevorzugt per Kreditkarte. Bei Zahlungen an die öffentliche Verwaltung (Ämter, Behörden usw.) bevorzugen sie Überweisungen – zum Beispiel bei Strafzetteln.

Die folgende Grafik zeigt ein paar Ergebnisse der Studie im Detail. Die Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2017“ finden Sie übrigens hier.

Beitragsbild: iStock | Urheber: pixinoo; Grafik: HMC